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Ganztagsbildung jugendgerecht gestalten – mit Kultureller Bildung!

Dieses Ausrufezeichen hat mehrfache Bedeutungen: Es ist Feststellung, Auftrag und Forderung zugleich.

Wie all das eingelöst werden kann, zeigen die vielen Kooperationen zwischen Kindertageseinrichtungen, Schulen und Kulturpartnern. Für Kinder und Jugendliche schaffen sie Räume – zum Beispiel für kreative und spielerische Auszeiten, für eigenständige Positionierungen, für diskriminierungssensible Erfahrungen. Eben kind- und jugendgerechte Räume.

Mit dem MIXED UP Bundeswettbewerb für kulturelle Bildungspartnerschaften zeichnet die BKJ diese Kooperationen aus und macht sie bundesweit sichtbar. Bewerben Sie sich bis zum 15. Mai 2018 mit Ihren Kooperationsprojekten beim diesjährigen MIXED UP Wettbewerb. Welche Empfehlungen die MIXED UP Jury Ihnen mit auf den Weg gibt, lesen Sie im Interview mit Dr. Bettina Knauer vom Kulturforum21 der Schulen im Erzbistum Hamburg.

Dass Kulturelle Bildung und ganztägige Bildung – schulisch und außerschulisch – zusammengehören, um die Rechte auf Teilhabe und Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu stärken, haben auch die 130 Fachleute im März diskutiert, die zur BKJ-Tagung „Perspektiven wechseln. Chancen schaffen“ kamen.

Die Tagung zeigte außerdem, wie sich die Akteur*innen der Kulturellen Bildung in ihrer Arbeit mit drängenden gesellschaftspolitischen Themen, wie zum Beispiel Radikalisierung, Diskriminierung, Digitalisierung und Ökonomisierung des Aufwachsens junger Menschen, auseinandersetzen. Zugleich wurde deutlich, welche Leerstellen und Entwicklungsbedarfe Kulturelle Bildung diesbezüglich hat. Die Dokumentation zur BKJ-Tagung mit Vorträgen, Interviews, Thesen und Bildern gibt einen Einblick in diese Auseinandersetzungen.

Vor dem Hintergrund der Tagungsergebnisse und des Ganztagsausbaus, der im Koalitionsvertrag versprochen wird, sehen die Mitglieder der BKJ großen Entwicklungsbedarf. In einer Stellungnahme zur Zukunft der Ganztagsbildung betonen sie: Der weite Bildungsbegriff der Jugendarbeit sollte viel stärker als bisher zur Grundlage ganztägiger Bildung werden. Sie fordern jugendgerechte Konzeptionen und veränderte Rahmenbedingungen.