Ein Tagungszusammenfassung von Prof. Dr. Burkhard Hill
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Vorprogramm
Donnerstag, 21. Juni 07
Rathaus am Marienplatz
17.30 - 21 h
Arbeitstagung
Freitag, 22. Juni 07
Kerschensteiner-Schulzentrum am Isartorplatz
9 -18 h
Alle reden von Kultureller Bildung – lebenslang und von Anfang an, natürlich „für alle“. Kulturelle Bildung hat Konjunktur und ist aktuell, schulisch wie außerschulisch. Aber meinen wir je nach Kontext das Gleiche z.B. in der Spannweite von „Kunst und Kinder“, von sozialem und ästhetischem Anspruch, von aktuellen Medienkulturen und sinnlicher Erfahrung/Erkenntnis?
Was eigentlich meinen wir jeweils, wenn wir von Kultureller Bildung reden als Teil Allgemeiner Bildung im öffentlichen Auftrag, und auch als unverzichtbar für die „Kulturen des Aufwachsens“ in aller Vielfalt?
Was bedeutet es, wenn wir „kulturelle Kompetenz“ als Schlüsselkompetenz für das 21. Jahrhundert betonen? Und dabei Phantasie, Kreativität, Individualität, Imagination, Navigation und Orientierungsvermögen, Ausdruckskraft und Gestaltungsfähigkeiten in den „Räumen des Möglichen“ beschwören?
Die Fragerichtungen der Fachtagung sind:
Eingeladen sind Organisationen, Repräsentanten, Experten aus allen möglichen und unterschiedlichen Bezugsfeldern Kultureller Bildung und künstlerischer Vermittlung: Wer immer sich darauf bezieht.
Eingeladen sind alle, die auch längerfristig Interesse und Neugierde auf definitorisches Einkreisen, die Vermessung und Kartografierung Kultureller Bildung als vielgestaltiger Landschaft nach 2000 haben.
Wir arbeiten dann dabei auch an der „Enttarnung des Rumpelstilzchens Kulturelle Bildung“ zugunsten ihrer inhaltlichen, zeitlichen, räumlichen und methodischen Gestaltbarkeit. Bildungstheoretisch gesprochen: An den pluralen didaktischen Strukturen kultureller Bildung, z.B. im Horizont von „Ganztag“ und Web 2.0. Auch wenn dieser Anspruch des „Vermessens“ durchaus vermessen ist … Dieser Diskursauftakt hat längerfristig auch eine umfangreiche Veröffentlichung zum Ziel „Kulturelle Bildung nach 2000 – KuBi 2.0“.
Wir haben dieses Treffen absichtsvoll Arbeitstagung genannt: die Arbeit am Profil und Begriff „Kulturelle Bildung“ (KuBi) als Teil Allgemeiner Bildung. Welche Bezüge haben wir – insbesondere im „magischen Dreieck Jugend - Kultur - Schule“, z.B. im Horizont kommunaler Bildungslandschaften und „Ganztag“. Was ist das Gemeinsame und je Spezielle, auch kunst- und kulturspartenspezifisch?
Diese Arbeitstagung verstehen wir als Auftakt und Anstoß zur Weiterarbeit: Durchaus mit Anstrengung und Anspruch. Entsprechend ist das Programm dicht gedrängt, anstrengend und anspruchsvoll. Es bedarf sowohl der Konzentration wie auch einigermaßen disziplinierter Aufmerksamkeit. Wer sich darauf einlassen will, ist sehr herzlich eingeladen. Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit!
Für die Veranstalter / Tagungsorganisation
Haimo Liebich, Julia Marx, Wolfgang Zacharias
(Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V.
und Kultur- und Schulservice München)