LKB:BY

Anschubfinanzierung für die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern

Als Fraktionsinitiative der Freien Wähler gemeinsam mit der CSU hat der Bayerische Landtag eine Anschubfinanzierung für die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V. (LKB:BY) auf den Weg gebracht. Die Mittel sollen als einmalige Förderung und Anschubfinanzierung für die Einrichtung einer Geschäftsstelle und zur Förderung von Netzwerkstrukturen in ganz Bayern dienen. Dem Antrag der Fraktionen der Freien Wähler und der CSU stimmten alle im Landtag vertretenen demokratischen Parteien zu. Für die LKB:BY ist das ein historisches Ereignis, denn anders als in nahezu allen anderen Bundesländern agiert der Verband seit der Gründung 2006 ohne hauptamtliche Strukturen.

Der LKB:BY-Vorsitzende Haimo Liebich dazu: „Dass so etwas mitten in der alles dominierenden Corona-Pandemie passiert, ist wirklich ein tolles Signal. Die Anschubfinanzierung ermöglicht es uns endlich, unserem Selbstverständnis als Netzwerkknotenpunkt gerecht zu werden und unsere bis dato rein ehrenamtliche Vernetzungs- und Beratungsarbeit zumindest für ein Jahr zu professionalisieren. Unser Ziel ist es die Qualität der Kulturellen Bildung in Bayern in der Fläche und in all ihrer Vielfalt zu unterstützen und zu stärken. Nicht nur die Folgen der Pandemie stellen die Szene vor große Herausforderungen, es gilt auch Zukunftsthemen wie Digitalität, Bildungsgerechtigkeit und Klimawandel aktiv mitzugestalten. Besonders liegt uns dabei das Recht aller Menschen auf Kulturelle Teilhabe und Bildung am Herzen. Ich danke den Initiatorinnen Kerstin Radler und Eva Gottstein sowie den Fraktionen der Freien Wähler und der CSU für Ihr Engagement und die Weitsicht. Wenn uns die Pandemie eines gelehrt hat, dann dass es insbesondere im Kultur- und Bildungsbereich für resiliente und wirksame Arbeit stabile Strukturen braucht. Ich vertraue deshalb auch über den Anschub hinaus auf die Unterstützung aller Beteiligten.“

Kerstin Radler (stellvertretende Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der Freien Wähler): „Die Entfaltungsmöglichkeiten im kulturellen Leben des Freistaats sind von zentraler Bedeutung für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Kulturelle Bildung hat daher immer auch eine soziale Funktion. Vor diesem Hintergrund ist es für uns entscheidend, dass kulturelle Bildungsangebote, die zugleich einen möglichst niederschwelligen Zugang ermöglichen, flächendeckend vor Ort vorhanden sind. Insbesondere die Schulen können den notwendigen Rahmen bieten, eine möglichst frühzeitige Heranführung an kulturelle Themen und Angebote zu ermöglichen. Häufig können dies die Schulen allein jedoch nicht leisten, sodass wir gerade im Bereich Kunst und Kultur noch stärker von Kooperationen mit externen Partnern wie der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V. (LKB:BY) profitieren können. Aus unserer Sicht sollten daher weitergehende Möglichkeiten einer Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern noch stärker unterstützt werden.

Eva Gottstein (Beauftragte der Staatsregierung für das Ehrenamt und bildungspolitische Fraktionssprecherin der Freien Wähler): „Vor allem der Einbezug ortsansässiger Künstlerinnen und Künstler kann dazu beitragen, die Schule in die umgebende Lebenswelt hinein zu öffnen. So wird Kunst und Kultur direkt erfahrbar gemacht, damit frühzeitig und nachhaltig Interesse und Begeisterung der Kinder und Jugendlichen für Kunst und Kultur geweckt werden kann. Gleichzeitig lassen sich durch eine entsprechende Förderung dieser Kooperationen auch die Kulturschaffenden und die örtliche kreative Szene unterstützen. Durch den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen, die nicht nur als Betreuungseinrichtung, sondern als Ort der freien Persönlichkeitsentwicklung begriffen werden, ergeben sich hier unserer Ansicht nach in der näheren Zukunft noch viel mehr Möglichkeiten zu einer solchen Kooperation.“

 

>> Pressemitteilung der Freien Wähler