LKB:BY

Zur Situation der Kulturellen Bildung in Bayern

Auf Einladung der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V. (LKB:BY) fanden sich am 8. Juni 2020 Vertreter*innen verschiedener bayerischer Landesverbände und regionaler Institutionen und Einrichtungen der Kulturellen Bildung zu einer Online-Videokonferenz zusammen. Ziel war es, spartenübergreifend und überregional die aktuelle Lage der Kulturellen Bildung in Bayern zu bilanzieren. Die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie sind für die Szene nach wie vor verheerend: die Honorarkräfte fallen oft durch die Raster der Hilfsprogramme und den Einrichtungen, die auf Einnahmen angewiesen sind, geht langsam, aber sicher die Luft aus. 

Trotz der positiven Entwicklungen in den vergangenen Jahren scheint der politische Raum in Bayern die Relevanz und Reichweite der Kulturellen Bildung nicht ausreichend wahrzunehmen: von den Amateurtheatern und Jugendkunstschulen über die Bildungsarbeit in Museen, Soziokulturellen Zentren und Volkshochschulen bis hin zur Musik-, Medien-, Spiel- und Zirkuspädagogik – um nur einige Beispiele zu nennen – sind hier bayernweit über 30.000 Dozent*innen und Workshopleitende tätig.

Kulturelle Bildung bedeutet aber nicht nur Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten. Der Stellenwert, den außerschulische, kulturelle Bildungsangebote in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einnehmen, gerade für solche, die in benachteiligenden Zusammenhängen aufwachsen, ist enorm. Die Corona-Krise zeigte hier auch die fehlende Lobby für Kinder und Jugendliche. Im öffentlichen Diskurs waren deren Sichtweisen und Bedürfnisse in den vergangenen Monaten kaum wahrnehmbar – sie tauchten dort primär als Betreuungsproblem oder Infektionsrisiko auf.

Die LKB:BY und ihre Mitglieder appellieren an die politisch Verantwortlichen, die besondere Situation der Kulturellen Bildung zischen den  Zuständigkeiten für „Kultur/Kunst“, „Soziales“ und „Bildung“ in den Blick zu nehmen und adäquate Lösungen zu finden, damit auch in Krisenzeiten das reiche kulturelle Leben in Bayern allen Menschen im Freistaat zugänglich ist und bleibt.

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